Sobald du merkst, dass eine schwierige Emotion auftaucht:
Stoppe kurz innerlich.
Nimm bewusst wahr: „Da ist gerade etwas.“
👉 Ziel: Vom Autopiloten ins Bewusstsein wechseln
Richte deine Aufmerksamkeit auf das, was im Kopf passiert:
Welche Gedanken sind da?
Formuliere sie möglichst schlicht:
Beispiele:
„Ich werde abgelehnt.“
„Das ist unfair.“
„Ich schaffe das nicht.“
Dann benenne sie bewusst als Gedanken:
👉 „Ich habe den Gedanken, dass …“
Das ist ein zentraler ACT-Schritt (kognitive Defusion).
👉 Ziel: Distanz schaffen statt Verschmelzung
Jetzt frage dich:
Welche Emotion ist da?
Halte es einfach:
Angst
Wut
Traurigkeit
Scham
Enttäuschung
👉 „Da ist Angst.“ (nicht: „Ich bin ängstlich“)
👉 Ziel: Klarheit & Entidentifikation
Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst in den Körper:
Wo spürst du die Emotion?
Brust? Bauch? Hals? Gesicht?
Erkunde neugierig:
Druck, Enge, Hitze, Kribbeln, Ziehen?
👉 Wichtig:
Nichts verändern wollen
Nicht analysieren
Nur spüren
👉 Ziel: Direktes Erleben statt Kopfkino
Jetzt kommt der entscheidende Schritt:
Erlaube der Empfindung da zu sein
Kein Wegdrücken, kein Festhalten
Du kannst innerlich sagen:
„Es ist okay, dass das gerade da ist.“
„Ich gebe dem Raum.“
Wenn es hilft:
Stell dir vor, du machst innerlich Platz für die Empfindung oder atmest in sie hinein
👉 Ziel: Akzeptanz statt Widerstand
Bleibe bei der Körperempfindung:
Beobachte, wie sie sich verändert
Wird sie stärker? Schwächer? Wandert sie?
Wenn du abschweifst:
Sanft zurück zum Körper
👉 Wichtig:
Emotionen sind Prozesse, keine festen Zustände.
👉 Ziel: Vergänglichkeit direkt erfahren (Vipassana)
Wenn es sehr intensiv ist:
Lege eine Hand auf den Körper (z. B. Brust)
Sage innerlich:
„Das ist gerade schwer.“
„Andere Menschen fühlen das auch.“
„Ich darf freundlich mit mir sein.“
👉 Ziel: Sicherheit & Regulation
Zum Abschluss:
Spüre deinen Atem
Spüre den Körper als Ganzes
Nimm die Umgebung wahr